Cameron Carpenter, Orgel

29. September 2011, 19.30 Uhr
Tonhalle Zürich

Er sieht aus wie eine Mischung aus Freddie Mercury und David Bowie zu deren wildesten Glam-Rock-Zeiten und spielt so virtuos und rasant, dass man mit dem Hören und Staunen kaum hinterherkommt. So befreit er die Orgel aus ihrem oft tristen Mauerblümchen-Dasein. Kein Wunder, gibt es für seine Art des Spiels gar nicht genügend Stücke. So arrangiert er, was ihm gefällt: Pop-Songs von Kate Bush ebenso wie die komplette fünfte Symphonie von Gustav Mahler.

In seinen Konzerten erfindet Carpenter die Orgel neu, er öffnet dem Publikum einen bislang verschlossenen Zugang zu diesem Instrument und offenbart dabei ungeahntes technisches Vermögen. Wie Carpenters gesamte Erscheinung, so ist auch seine Spielfertigkeit einzigartig. Sein Umgang mit den Manualen und Pedalen grenzt ans Artistische, seine musikalischen Interpretationen fesseln und versetzen in Staunen.

Völlig zu Recht ist der 1981 in Pennsylvania geborene Cameron Carpenter der gefeiertste Organist unserer Zeit. Momentan reisst sich die ganze Welt um Cameron Carpenter; nach Auftritten in der Londoner Royal Albert Hall, in New York, Moskau, Philadelphia, in der Kölner Philharmonie nun das erste Mal in Zürich. Sein Programm verrät der Künstler nicht im Voraus, sondern erläutert Stücke und die Geheimnisse des Instrumentes persönlich. Es erwartet Sie ein fulminantes Konzerterlebnis.