Cameron Carpenter

11. Mai 2014, 19.30 Uhr
Kongresshaus Zürich

Eine Veranstaltung von Audi classical experience


Fast genau ein Jahr nach seinem letzten Schweizer Auftritt, bei dem Cameron Carpenter das Tonhalle-Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss, kommt der «Paradiesvogel an der Orgel» (NZZ) wieder nach Zürich. Diesmal gastiert er im Kongresshaus.

Der Grund für den Wechsel der Lokalität liegt in einer Neuerung, die perfekt zum Exzentriker Carpenter passt: Er hat sich nach eigenen Plänen eine Tournee-Orgel bauen lassen. Organisten spielen auf Reisen stets die Instrumente, die sie vor Ort vorfinden – ein Nachteil, den Cameron Carpenter nun ausmerzen möchte, um sich so mehr künstlerische Freiheit zu verschaffen. Eine kleine Revolution in einer Welt, in der der Paradiesvogel Carpenter immer schon aufgefallen ist, sowohl durch sein schrilles Outfit, seine äusserst ebenso starke wie persönliche Gestaltungskraft und last, but not least seine stupende Technik. Er ist nicht nur einer der ausgefallensten Organisten der Gegenwart, sondern auch einer der besten. Durch seine Pop-Attitüde ist es Cameron Carpenter gelungen, zu beweisen, dass die Orgel nicht nur im sakralen Umfeld ein wunderbares Instrument ist, sondern auch im weitaus grösseren weltlichen Rahmen. Die eigene Orgel vergrössert diesen Radius zusätzlich.

Diesen März hat Cameron Carpenter seine Tournee-Orgel im New Yorker Lincoln Center erstmals dem Publikum präsentiert und begeisterte Reaktionen ausgelöst. Zwei Monate später reisen Künstler und Instrument nach Zürich. Vorfreude ist angebracht: auf eine instrumentale Premiere ganz im Sinne von «Vorsprung durch Technik» und auf einen Künstler, der seine Tradition ganz genau kennt und umso besser weiss, dass er ihr ein grosses Stück Innovation schuldig ist.