Der Besuch der Alten Dame

Grosse kleine Welt in Schlieren

Nach dem Erfolg der „Kleinen Niederdorfoper“ macht das Duo Karin Berri/ Bettina Uhlmann Schlieren zum zweiten Mal zu einer grossen Bühnenstadt.

59 Jahre ist es her, seit «Der Besuch der alten Dame» uraufgeführt wurde. Doch die Tragikomödie von Friedrich Dürrenmatt hat in all dieser Zeit nichts von ihrer Aktualität verloren: Die Themen Korruption, Verhängnis, Gericht, Opfer und Rache haben im frühen 21. Jahrhundert zwar andere Inhalte als in der Mitte des letzten, aber brisant sind sie nach wie vor.

Vier Jahre ist es her, seit die Regisseurin Karin Berri und die Produzentin Bettina Uhlmann aus Schlieren, eine richtige kleine Theaterstadt machten. In einem Casting fanden sie Laiendarsteller, mit denen sie „Die kleine Niederdorfoper“ aufführten. Ein voller Erfolg.

Soll man an Erfolge anzuknüpfen versuchen? Man muss. «Die kleine Niederdorfoper». „Wir wissen jetzt“, sagt Karin Berri, „dass Schlieren Bühnenpotential hat. Im Gegensatz zum ersten Mal wussten wir dieses Mal, dass sich auch tatsächlich Leute zum Vorsprechen melden würden.“ So wurde das Casting für das neue Stück, das im September im Rahmen des Schlierefäscht aufgeführt wird u einer Mischung aus Klassentreffen und Talentshow: Etwa die Hälfte der Darsteller und Darstellerinnen war schon vor vier Jahren dabei, die andere Hälfte der über 30 Rollen wurde an Bühnenneulinge vergeben. Eine gute Mischung aus Erfahrung und Frische.

«Der Besuch der alten Dame», dasjenige Bühnenstück Dürrenmatts, das zu einem Welterfolg wurde und ihm als Künstler die finanzielle Unabhängigkeit sicherte, ist eine Mischung zwischen zeitloser, kritischer Parabel und oft ziemlich schwarzem Humor. Die Schlieremer führen den «Der Besuch der alten Dame», in einer Mundartversion auf, für die die Regisseurin Karin Berri verantwortlich zeichnet.

Die neue Produktion ist also völlig anders als «Die kleine Niederdorfoper». Aber auch dieses Mal darf gelacht werden. Auf eigene Gefahr! Denn vielleicht bleibt einem das Lachen im Hals stecken und an seine Stelle tritt das Nachdenken. Über das Zusammenleben, über Moral, über Anstand und nicht zuletzt über gesunden Menschenverstand. Wer jetzt meint, das alles sei doch selbstverständlich, sollte zwei Dinge tun: zuerst eine Tageszeitung durchblättern, und dann ins Theater gehen. Nach Schlieren. Aber Vorsicht: Reservation unbedingt nötig!

Vorverkauf
Am 1. Juli 2015 hat der Vorverkauf über www.ticketino.com begonnen. Tickets können aber auch telefonisch (0900 441 441 (CHF 1.-/Min., Festnetztarif) bezogen werden.
Weitere Vorverkaufsstellen - ab sofort:
  • Stadtbibliothek Schlieren (Bahnhofstrasse 4)
  • Mo 09-18 Uhr / Di 09-12, 14-20 Uhr / Mi-Fr 09-12, 14-18 Uhr / Sa 09-13 Uhr
  • Poststelle Schlieren (Freiestrasse 1)
  • Mo-Fr 09 bis 18.00 Uhr, Sa 08 bis 12 Uhr
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