Die Kleine Niederdorfoper in Schlieren

Ein Stück Schweizer Geschichte

Genau 60 Jahre nach der Uraufführung und pünktlich zum 100. Geburtstag des Komponisten Paul Burkhard bringt Schlieren das schweizerdeutsche Ur-Musical «Die Kleine Niederdorfoper» nach Züri-West.

Das Team, das aus der Regisseurin und Schauspielerin Karin Berry auf der künstlerischen und der Projektleiterin Bettina Uhlmann auf der organisatorischen Seite besteht, hat ganze Arbeit geleistet. Nach dem Motto SSDS (Schlieren sucht den Superstar) wurden Laiendarsteller gecastet. Wenn die beiden Produzentinnen sagen: „Es war viel Arbeit, es hat aber auch unendlich viel Spass gemacht“, kann man sich zumindest ansatzweise vorstellen, wie heiss es beim Casting zugegangen sein muss. Immerhin galt es, alle dreissig Rollen zu besetzen – ausser der des Pudels, für den sich von Anfang an bloss ein Kandidat, Flocki, zur Verfügung gestellt hatte.

Die Kleine Niederdorfoper ist ein Stück Schweizer Musikgeschichte. Seit 1968 wurde sie in regelmässigen Abständen zuerst am Corso- und später im Bernhardtheater aufgeführt. Die Geschichte vom Bauern Heiri, der sich mit dem Geld, das er an einem verkauften Kalb verdient hat, einen lustigen Abend im Niederdorf machen möchte, ist so märchenhaft wie altbewährt. Trotzdem ist der Stoff aktuell geblieben: Die Menschen arbeiten, wollen es lustig haben und verstricken sich dabei mitunter in Situationen, die sie nicht haben kommen sehen.

Auch wenn der Ausgang der Geschichte im Niederdorf inzwischen Gross und Klein bekannt ist, herrscht in Schlieren eine vorfreudige Spannung. Wie werden sich die Laiendarsteller auf der Bühne des Stürmeierhuus machen? Nachdem sie von der Gesangslehrerin Belinda Bandinu fachfrauisch unterstützt worden sind, sind sie sicher bereit für den grossen Heimauftritt. Wir jedenfalls freuen uns sehr auf «Die Kleine Niederdorfoper» in Schlieren und wünschen viel Vergnügen!

Karin Berry und Bettina Uhlmann